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Ratgeber· Erneuerbare · Stand 27. September 2026

Photovoltaik und Wärmepumpe gemeinsam planen

Solarstrom kann einen Teil des Strombedarfs einer Wärmepumpe decken. Ob die Kombination wirtschaftlich ist, hängt auch davon ab, wann Erzeugung und Verbrauch zusammenfallen.

Jahresertrag allein reicht nicht

Im Winter ist der Wärmebedarf hoch, während die Photovoltaikanlage meist weniger Strom liefert. Deshalb genügt es nicht, den jährlichen PV-Ertrag mit dem Jahresverbrauch der Wärmepumpe gleichzusetzen. Für die Planung werden Erzeugung, Wärmebedarf und Nutzung im zeitlichen Verlauf betrachtet.

Eigenverbrauch und Autarkie unterscheiden

Der Eigenverbrauchsanteil beschreibt, welcher Teil des erzeugten Solarstroms im Gebäude genutzt wird. Der Autarkiegrad beschreibt, welcher Teil des gesamten Strombedarfs durch die eigene Erzeugung gedeckt wird. Eine zusätzliche Wärmepumpe kann diese beiden Kennzahlen unterschiedlich verändern.

Welche Anlagengröße passt?

Nutzbare Dachfläche, Verschattung, Ausrichtung, Netzanschluss und der künftige Strombedarf bilden die Grundlage. Vergleichen Sie passende Varianten anhand ihres Ertrags und ihrer Gesamtkosten. Eine pauschale Empfehlung in Kilowattpeak passt nicht zu jedem Haus.

Lohnt sich ein Speicher?

Ein Batteriespeicher kann Solarstrom zeitlich verschieben. Die Wirtschaftlichkeit hängt von Investition, nutzbarer Kapazität, Verlusten und den tatsächlichen Ladezyklen ab. Auch die Einbindung der Wärmepumpe und der Warmwasserbereitung sollte geprüft werden. Ein besonders großer Pufferspeicher ist nicht automatisch die effizienteste Lösung.

Welche Förderung ist möglich?

Photovoltaik und Heizung haben unterschiedliche Förderwege. Die EEG-Vergütung hängt unter anderem vom Inbetriebnahmezeitpunkt, der Leistung und der Art der Einspeisung ab. Maßgeblich sind die veröffentlichten Sätze der Bundesnetzagentur.

Kommunale Programme müssen gesondert geprüft werden. Eine Förderung von PV-Beratung bedeutet beispielsweise nicht, dass zugleich die Anschaffung einer Anlage oder eines Batteriespeichers bezuschusst wird. Die Stadt München führt aktuell und früher beantragbare Maßnahmen getrennt auf.

Was gehört in eine Wirtschaftlichkeitsrechnung?

Verglichen werden Investition, laufende Kosten, vermiedener Strombezug, Einspeiseerlöse und mögliche Förderung. Strompreis, Ertrag und Nutzung sollten als Annahmen erkennbar sein. Lassen Sie sich die Variante mit und ohne Speicher zeigen, statt eine feste Amortisationszeit zu übernehmen.

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