Individueller Sanierungsfahrplan (iSFP)

Der individuelle Sanierungsfahrplan (iSFP) ist das zentrale Planungsinstrument für die schrittweise energetische Sanierung Ihres Gebäudes. Er bildet den aktuellen energetischen Zustand ab, bewertet die thermische Hüllflächenqualität und zeigt einen wirtschaftlich optimierten Weg zum energieeffizienten Gebäude auf.

Als zertifizierte Energieeffizienz-Experten erstellen wir Ihren iSFP nach den Vorgaben der dena und des BAFA. Er sichert Ihnen den iSFP-Bonus von 5 Prozentpunkten bei BAFA-geförderten Einzelmaßnahmen sowie die Verdopplung der förderfähigen Kosten auf 60.000 € pro Wohneinheit.

  • Detaillierte Aufnahme des energetischen Ist-Zustands
  • Thermische Hüllflächenbewertung (U-Werte, Wärmebrücken)
  • Maßnahmenpakete mit Kosten-Nutzen-Analyse
  • Priorisierung nach Wirtschaftlichkeit und Förderfähigkeit
  • Grafischer Fahrplan mit Energieeffizienzklassen A+ bis H

Tipp: Die Erstellung eines iSFP wird vom BAFA mit 50 % des Beratungshonorars bezuschusst (max. 650 € für Ein-/Zweifamilienhäuser, max. 850 € für MFH ab 3 WE). Angesichts des iSFP-Bonus von bis zu 12.000 € Mehrförderung pro Maßnahme amortisiert sich die Investition sofort.


Fördermittelservice (BAFA, KfW, FKG München)

Die Förderlandschaft für energetische Sanierung ist komplex und ändert sich laufend. Wir identifizieren alle für Ihr Vorhaben relevanten Förderprogramme auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene und stellen sicher, dass Sie die maximale Fördersumme erhalten.

Unser Fördermittelservice umfasst die vollständige Antragstellung, die Erstellung aller erforderlichen Nachweise (BzA, BnD, TPB) und die Kommunikation mit BAFA, KfW und der Landeshauptstadt München (FKG). Wir kümmern uns um Fristen, Dokumentation und Verwendungsnachweise.

  • BAFA: BEG Einzelmaßnahmen (Zuschuss bis 20% + Boni)
  • KfW 458: Heizungsförderung (bis 70% Zuschuss)
  • KfW 261: Effizienzhausförderung (Kredit + Tilgungszuschuss)
  • KfW 358/359: Ergänzungskredit bis 120.000 €
  • FKG München: Kommunaler Zusatzzuschuss
  • Bestätigung zum Antrag (BzA) und nach Durchführung (BnD)

Tipp: Mit unserem Fördermittelservice erreichen wir eine Erfolgsquote von über 98% bei der Antragstellung.


Energetische Fachplanung & Baubegleitung (BzA/BnD)

Die energetische Fachplanung und Baubegleitung durch einen zugelassenen Energieeffizienz-Experten sind Voraussetzung für nahezu alle BEG-Förderungen. Wir erstellen die Bestätigung zum Antrag (BzA) vor Maßnahmenbeginn und die Bestätigung nach Durchführung (BnD) nach Abschluss der Arbeiten.

Unsere Baubegleitung umfasst mindestens eine dokumentierte Vor-Ort-Kontrolle pro Gewerk, die Prüfung von Handwerkerangeboten auf technische Korrektheit, die Kontrolle der Ausführungsqualität und die Erstellung der Technischen Projektbestätigung (TPB) für den Fördermittelgeber.

  • Erstellung BzA und BnD für BAFA und KfW
  • Prüfung aller Handwerkerangebote und LV-Positionen
  • Dokumentierte Baustellenbegehungen pro Gewerk
  • Kontrolle kritischer Anschlussdetails und Wärmebrücken
  • Technische Projektbestätigung (TPB)

Tipp: Die Kosten für Fachplanung und Baubegleitung werden im Rahmen der BEG mit 50% bezuschusst – bis zu 5.000 € pro Vorhaben.


Energieausweise (Bedarf & Verbrauch)

Nach dem Gebäudeenergiegesetz (GEG) ist bei Verkauf, Vermietung und Neubau ein gültiger Energieausweis Pflicht. Wir erstellen sowohl Bedarfs- als auch Verbrauchsausweise für Wohn- und Nichtwohngebäude – rechtssicher, DIBt-registriert und mit verständlicher Erläuterung.

Der Bedarfsausweis basiert auf der technischen Analyse der Gebäudehülle und der Anlagentechnik und ist nutzerunabhängig. Er ist Pflicht für Gebäude mit weniger als 5 Wohneinheiten und Bauantrag vor dem 01.11.1977. Der Verbrauchsausweis wertet den tatsächlichen Energieverbrauch der letzten drei Jahre aus.

  • Bedarfsausweis für Wohn- und Nichtwohngebäude
  • Verbrauchsausweis mit Witterungsbereinigung
  • Registrierung beim DIBt (Deutsches Institut für Bautechnik)
  • Modernisierungsempfehlungen nach GEG § 84
  • Beratung zur Wahl des richtigen Ausweistyps

Heizlastberechnung (DIN EN 12831) & Hydraulischer Abgleich

Die raumweise Heizlastberechnung nach DIN EN 12831 bildet die Grundlage für die korrekte Dimensionierung jeder Heizungsanlage. Sie berücksichtigt die Transmissionswärmeverluste der Gebäudehülle, die Lüftungswärmeverluste, Wärmebrückenzuschläge und interne/solare Wärmegewinne.

Auf Basis der Heizlast führen wir den hydraulischen Abgleich nach Verfahren B durch – die genauere und für viele Förderungen verpflichtende Methode. Dabei werden alle Heizkörper optimal auf die raumweise berechnete Heizlast abgestimmt, Ventilvoreinstellungen berechnet und die Pumpenleistung optimiert.

  • Raumweise Heizlastberechnung nach DIN EN 12831
  • Hydraulischer Abgleich Verfahren A und B
  • Berechnung der Ventilvoreinstellungen
  • Pumpenauslegung und Rohrnetzberechnung
  • Grundlage für Wärmepumpenauslegung und Fördermittel

Tipp: Der hydraulische Abgleich (Verfahren B) ist für die KfW-Heizungsförderung (Programm 458) und den Speed-Bonus verpflichtend.


Wärmepumpenauslegung (VDI 4645)

Die Wärmepumpe ist die Schlüsseltechnologie der Wärmewende. Damit sie im Bestand effizient arbeitet, muss sie auf Basis einer normenkonformen Heizlastberechnung fachgerecht dimensioniert werden. Wir planen nach VDI 4645 und berücksichtigen Sperrzeiten, Warmwasserbereitung, Bivalenzpunkt und Vorlauftemperaturanforderungen.

Unsere Auslegung umfasst die Bewertung des bestehenden Wärmeverteilsystems (Heizkörper, Flächenheizung), die Berechnung der Jahresarbeitszahl (JAZ) nach VDI 4650, einen Wirtschaftlichkeitsvergleich verschiedener Wärmepumpentypen und die Unterstützung bei der KfW-Heizungsförderung.

  • Auslegung nach VDI 4645 auf Basis DIN EN 12831
  • JAZ-Berechnung (Jahresarbeitszahl) nach VDI 4650
  • Bewertung des Wärmeverteilsystems
  • Bivalenz-Betrachtung und Sperrzeitenanalyse
  • Wirtschaftlichkeitsvergleich (Luft/Sole/Wasser)
  • Unterstützung bei KfW-Heizungsförderung (Programm 458)

Lüftungskonzepte (DIN 1946-6)

Bei energetischen Sanierungen, insbesondere beim Austausch von Fenstern oder der Ertüchtigung der Gebäudehülle, verändert sich die Luftdichtheit des Gebäudes. Das Lüftungskonzept nach DIN 1946-6 prüft, ob die natürliche Lüftung zum Feuchteschutz ausreicht oder lüftungstechnische Maßnahmen erforderlich sind.

Wir erstellen das normgerechte Lüftungskonzept für Ihr Gebäude, empfehlen geeignete Lüftungssysteme (Abluftsysteme, zentrale/dezentrale Wohnraumlüftung mit WRG) und integrieren die Anforderungen in die Gesamtplanung Ihrer Sanierung.

  • Erstprüfung nach DIN 1946-6 (Lüftung zum Feuchteschutz)
  • Empfehlung für Lüftungsstufen (FL, RL, NL, IL)
  • Auslegung dezentraler und zentraler Lüftungsanlagen
  • Berücksichtigung der Wärmerückgewinnung (WRG)
  • Abstimmung auf Heizlast und Gesamtenergieeffizienz

Detaillierte Wärmebrückenberechnung

Wärmebrücken sind geometrisch, materiell oder konstruktiv bedingte Schwachstellen in der Gebäudehülle, die zu erhöhten Wärmeverlusten, Tauwasserbildung und Schimmelpilzgefahr führen. Die detaillierte Wärmebrückenberechnung ermittelt die linearen und punktförmigen Wärmebrücken-Verlustkoeffizienten (Ψ-Werte und χ-Werte).

Gegenüber dem pauschalen Wärmebrückenzuschlag von 0,10 W/(m²K) lässt sich durch die detaillierte Berechnung häufig ein deutlich geringerer Zuschlag nachweisen. Dies verbessert die bilanzierte Energieeffizienz des Gebäudes erheblich und kann den Unterschied zwischen zwei Effizienzhaus-Stufen ausmachen.

  • FEM-Berechnung linearer Wärmebrücken (Ψ-Werte)
  • Nachweis nach DIN EN ISO 10211
  • Optimierung von Anschlussdetails und Dämmstärken
  • Vergleich pauschal vs. detailliert vs. gleichwertig
  • Feuchteschutznachweis (Mindestoberflächentemperatur)

Tipp: Die detaillierte Berechnung kann den Ψ-Zuschlag von 0,10 auf unter 0,03 W/(m²K) senken und damit eine Effizienzklasse verbessern.


Building Information Modeling (BIM)

Building Information Modeling (BIM) ermöglicht die digitale 3D-Modellierung Ihres Gebäudes mit allen energierelevanten Informationen. Wir erstellen detaillierte BIM-Modelle als Grundlage für präzise Energiebilanzen, Wärmebrückenanalysen und Fördernachweise nach DIN V 18599.

Die BIM-Methodik erlaubt eine durchgängige Datenkonsistenz vom Entwurf bis zur Nachweisführung. Änderungen an Bauteilschichten, Geometrien oder haustechnischen Anlagen werden automatisch in alle Berechnungen übernommen, was die Planungssicherheit erhöht und Fehlerquellen minimiert.

  • 3D-Gebäudemodellierung mit energetischen Attributen
  • Anbindung an DIN V 18599-Berechnung
  • Automatische Flächenermittlung und Zonierung
  • IFC-Datenaustausch mit Architekten und Fachplanern
  • Visualisierung von Sanierungsmaßnahmen

Ökobilanzierung (LCA) & QNG-Zertifizierung

Das Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude (QNG) ist Voraussetzung für die höchsten KfW-Förderstufen im Neubau und wird zunehmend auch im Bestand relevant. Die Ökobilanzierung (Life Cycle Assessment, LCA) bewertet die Umweltwirkungen eines Gebäudes über seinen gesamten Lebenszyklus – von der Rohstoffgewinnung über die Nutzungsphase bis zum Rückbau.

Wir erstellen die Ökobilanz nach dem Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen (BNB) und begleiten Sie durch den gesamten Zertifizierungsprozess. Mit QNG-Siegel erhöhen sich die maximalen KfW-Kreditsummen im Neubau um 50.000 € auf 150.000 € pro Wohneinheit.

  • Lebenszyklusanalyse (LCA) nach DIN EN 15978
  • Treibhauspotenzial (GWP), Primärenergiebedarf (PE)
  • ÖKOBAUDAT-konforme Baustoffdaten
  • Begleitung QNG-Zertifizierung (BNK/BNB)
  • KfW-Fördermitteloptimierung durch QNG-Siegel

Tipp: Mit dem QNG-Siegel steigt der maximale KfW-Kredit im Neubau (KFN 297/298) von 100.000 € auf 150.000 € pro Wohneinheit.


Nachweis Sommerlicher Wärmeschutz (DIN 4108-2)

Der Nachweis des sommerlichen Wärmeschutzes nach DIN 4108-2 ist für den Neubau gesetzlich vorgeschrieben und wird auch im Rahmen von KfW-Effizienzhaus-Förderungen verlangt. Er stellt sicher, dass Innenräume auch bei hohen Außentemperaturen nicht überhitzen – ein zunehmend relevantes Thema durch den Klimawandel.

Wir führen den Nachweis sowohl im vereinfachten Sonneneintragskennwert-Verfahren als auch, bei Bedarf, mittels thermischer Gebäudesimulation durch. Dabei berücksichtigen wir Verglasungsflächen, g-Werte, Sonnenschutzvorrichtungen, Nachtlüftung und thermische Speichermassen.

  • Nachweis nach DIN 4108-2 (Sonneneintragskennwert)
  • Dynamische thermische Gebäudesimulation
  • Optimierung von Verglasungsflächen und Sonnenschutz
  • Berücksichtigung natürlicher Nachtlüftung
  • Nachweis für KfW-Effizienzhaus-Förderung

Welche Leistung passt zu Ihrem Vorhaben?

In einem kostenlosen Erstgespräch klären wir Ihre Situation und empfehlen die passenden Maßnahmen.

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